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Zitieren nach Harvard

Amerikanische Zitierweise (Harvard-System)

6. November 2017

Verwendung von fremden Gedanken und Erkenntnissen in wissenschaftlichen Arbeiten

Bevor in wissenschaftlichen Arbeiten Forschungsfragen kritisch diskutiert und beantwortet werden können, müssen verschiedene Gedanken, Daten, Erkenntnisse und Theorien hinzugezogen und aufbereitet werden. Sie stecken das Themengebiet ab und versorgen die Arbeit, den Autor und die Leser mit Informationen. Darüber hinaus können durch das Gegeneinanderstellen von solchen Informationen eine Argumentationslinie aufgebaut und eine wissenschaftliche Diskussion geführt werden. Jedoch dürfen diese Informationen nicht einfach so in den eigenen wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden. Denn die Verwendung von Theorien, Ideen, Gedanken und Erkenntnissen, die nicht dem eigenen Kopf entstammen, ist nur dann erlaubt, wenn ausführliche Angaben über deren Herkunft gemacht werden. Wer sich nicht daran hält, begeht ein Plagiat und verstößt gegen das Urheberrecht. Dies wiederum kann dazu führen, dass wissenschaftliche Arbeiten wiederholt werden müssen oder schlechte Noten für diese vergeben werden. Im schlimmsten Fall kann es sogar zur Aberkennung von akademischen Titeln kommen, wobei es überhaupt keine Rolle spielt, ob ein Plagiat absichtlich begangen wurde oder unabsichtlich unterlaufen ist. Damit Ihnen genau dies nicht passiert, müssen Sie lernen, richtig zu zitieren.

Die amerikanische Zitierweise

Die amerikanische Zitierweise wird auch Harvard-System genannt und ist von der deutschen Zitierweise zu unterscheiden, da sie keine Fußnoten kennt. Stattdessen wird bei der amerikanischen Zitierweise mit Kurzbelegen gearbeitet, die nach oder vor dem Zitat direkt im Fließtext gesetzt werden.

Ein Kurzbeleg enthält genau drei Angaben. Zu nennen sind in diesem der Autorennamen, das Erscheinungsjahr der Quelle und die Seite, auf der das entsprechende Zitat zu finden ist. Das Ganze sieht dann wie folgt aus: (Autorenname Jahr: Seite). Diese Angaben sind bei der amerikanischen Zitierweise immer zu machen, egal, ob es sich um ein direktes oder ein indirektes Zitat handelt. Ebenso zu beachten ist, dass wenn Sie sich einmal für die amerikanische Zitierweise entschieden haben, Sie nicht plötzlich zur deutschen Zitierweise wechseln können. Müssen oder wollen Sie mit der amerikanischen Zitierweise arbeiten, ist diese konsequent von Anfang bis Ende Ihrer wissenschaftlichen Arbeit beizubehalten.

Natürlich sind auch bei der amerikanischen Zitierweise vollständige Angaben über jede verwendete Quelle zu machen. Dies geschieht im Literaturverzeichnis der wissenschaftlichen Arbeit. Neben dem Autorennamen und dem Erscheinungsjahr gehören zu den bibliografischen Angaben der Titel der Quelle, der Verlag und der Erscheinungsort.

Vor- und Nachteile der amerikanischen Zitierweise

Die Befürworter der amerikanischen Zitierweise schätze ihre Einfachheit. Zitate können im Handumdrehen erstellt werden, da die Quellenangabe direkt vor oder hinter dem Zitat vorgenommen werden kann. Auf diese Weise kommt es nicht zum Verrutschen von Fußnoten und ein Schreibprogramm mit der Zitierfunktion ist auch nicht nötig. Kritiker hingegen bemängeln, dass die Kurzbelege der amerikanischen Zitierweise den Fließtext unübersichtlich machen und den Lesefluss stören.

Beachtet werden sollte, dass die amerikanische Zitierweise in manchen Fachbereichen nicht erlaubt ist. Begründet wird dies mit der Verfälschung der Wortanzahl und der Auffüllung von Seiten. Deshalb ist es angebracht, dass Sie, bevor Sie mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit loslegen, in Erfahrung bringen, welche Zitierweise Sie verwenden dürfen. Erfragen können Sie dies bei den zuständigen Lehrkräften. Doch auch in der entsprechenden Prüfungsordnung finden Sie sicherlich Informationen dazu.  

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