Arbeiten, promovieren oder …beides?

Nach Abschluss eines Masterstudiums stehen viele Studenten vor der Entscheidung: Sollen Sie ins Arbeitsleben einsteigen oder vielleicht doch promovieren? Dabei gibt es mittlerweile viele Modelle, bei denen sich zwischen diesen beiden Optionen gar nicht mehr entschieden werden muss. Vielmehr gilt hierbei: Es geht auch beides!

Warum berufsbegleitend promovieren?

Nach dem Studium können es viele Studenten kaum erwarten, endlich das erlernte Wissen auch in der Praxis anwenden zu können. Und nach Jahren des Studentenlebens ist das Versprechen eines ersten richtigen Gehalts ein weiterer Punkt, weswegen sich viele Absolventen gegen einen Doktortitel und für den Einstieg in die Berufswelt entscheiden.

Seit einigen Jahren gibt es allerdings auch die Option, beides miteinander zu verbinden und den Doktortitel berufsbegleitend zu absolvieren. Das hat den Vorteil, dass die weiterführende akademische Qualifikation eines Doktortitels erlangt werden kann, ohne dabei auf wertvolle Arbeitserfahrung zu verzichten. Gleichzeitig können die Studenten ihre Fähigkeiten und ihr Fachwissen sowohl auf theoretischer als auch auf praktischer Ebene ausbauen.

Vorteile eines Doktortitels

Das Erlangen des akademischen Grads des Doktortitels öffnet den Absolventen die Tür in die Welt der Forschung und der Lehre an Universitäten. Doch auch in der Wirtschaft kann ein Doktortitel von Vorteil sein. Gerade in Führungspositionen werden oft promovierte Akademiker bevorzugt und auch der Weg zur nächsten Beförderung ist mit dem Doktor vor dem Namen oftmals ein kürzerer.

Hinzu kommt, dass promovierte Fachkräfte seltener auf dem Markt zu finden sind als Absolventen mit regulären Studienabschlüssen. Dadurch gibt es weniger Konkurrenz bei der Bewerbung um bestimmte Positionen und das spezielle Fachwissen der Doktoranden macht sie ebenfalls zu einem begehrten Arbeitnehmer (siehe auch: Dos and Don’ts in Bewerbungsschreiben).

Wie läuft eine berufsbegleitende Promotion ab?

Damit die doppelte Belastung einer Promotion neben dem Beruf machbar ist, gibt es bei einer berufsbegleitenden Promotion ein paar Besonderheiten. Dies betrifft vor allem die Dauer sowie den Ablauf der Promotion.

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Dauer

In der Regel sind berufsbegleitende Promotionen auf eine Dauer von mindestens drei bis fünf Jahren ausgelegt. So soll das Schreiben der Doktorarbeit leichter mit den beruflichen Pflichten unter einen Hut gebracht werden können.

Aufbau der Seminare

Zwar fallen für Doktoranden weitaus weniger verpflichtende Kurse an als für Studenten in einem Bachelor- oder Masterstudiengang, aber trotzdem gibt es das ein oder andere Seminar, an dem die promovierenden Studenten teilnehmen müssen.

Damit der zeitliche Aufwand für berufstätige Doktoranden dabei so gering wie möglich gehalten wird, finden die notwendigen Seminare allerdings in aller Regel in Blöcken statt. Somit müssen die Studenten nur zu bestimmten Zeiten vor Ort sein, um die Kurse wahrzunehmen, und können den Rest der Zeit Zuhause flexibel in die Forschung zu ihrer Doktorarbeit investieren.

Welche Fähigkeiten sollte ich für eine berufsbegleitende Promotion mitbringen?

Generell sollten sich Doktoranden, die ihre Doktorarbeit neben dem Beruf schreiben, der doppelten Belastung bewusst sein und diese nicht auf die leichte Schulter nehmen. Disziplin, Motivation, Ehrgeiz und ein gewisses Maß der Freude am wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben sind dabei sehr hilfreich.

Durch die zeitliche Belastung ist darüber hinaus ein gutes Organisationstalent sowie Stressresistenz und gutes Zeitmanagement von Vorteil, um erfolgreich berufsbegleitend zu promovieren.

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